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„Wenn der Vater mit dem Sohne…“ – Bergwandern im Elbsandsteingebirge Juli 2019

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Ein Geschenk der unvergesslichen Art bereiteten wir unserem Sohn, indem wir ihn einluden, mit seinem Dad in die Sächsische Schweiz zu reisen, um diese traumhafte Landschaft überhaupt erst einmal kennenzulernen und um dort ein „wenig“ herum zu kraxeln.

Also nahmen wir uns erwartungsvoll einen Freitag frei und fuhren gemütlich nach Bad Schandau. Traditionsgemäß waren die Zimmer wieder in der beliebten Schrammsteinbaude gebucht.

Zur Erinnerung: Im September 2013 absolvierte ich dort mein Vorbereitungscamp für die Trekkingtour zum Everest-Basecamp im Februar 2014. Nach erfolgreicher Rückkehr begann ich im April des gleichen Jahres in der Schrammsteinbaude, mein Buch über diese Reise „Namaste, Mount Everest!“ voranzutreiben. Damals in Begleitung meiner Frau. Während ich dort schrieb, verunglückten 16 Sherpas im Khumbu-Eisfall, als sie die Strecke durch diesen für kommende Everest-Touristen präparierten.

An eine Übernachtung in einer der vielen Boofen der Schrammsteine ist derzeit nicht zu denken. Der Wald muss geschützt werden, zu hoch ist die Waldbrandgefahr. Der Aufenthalt ist zwischen 21 und 6 Uhr unter strenger Strafe untersagt.

Nicht lange fackelnd, begaben wir uns umgehend auf Erkundungstour. Ziel war eigentlich die Hohe Liebe, eine Gedächtnisstätte mit herrlicher Aussicht. Gelandet sind wir am Ausstieg der berühmten Häntzschel-Stiege. Egal, es gab reichlich zu entdecken, was wir ausgiebig genossen. Entsprechend groß waren Appetit und Durst bei unserer Rückkehr in der Baude.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der Stiegen und Aussichten. Also gezielter Aufstieg zur Hohen Liebe in aller Frühe. Von dort durchschritten wir über den Nassen Grund Wiesen und Waldwege, bis wir uns an der Häntzschel- und Zwillingsstiege wiederfanden. Kletterausrüstung hatten wir zu unserem Schutz dabei. Angeklettert haben wir beide Stiegen, aber nicht zu Ende gebracht. Speziell ich fühlte mich nicht wohl bei dieser Angelegenheit. Aber wir haben immerhin die Sache ausprobiert. Wir brauchen eine bessere Vorbereitung! Ein nächstes Mal wird es geben.

Um sich auszutoben, gibt es ja eine ganze Reihe weiterer Stiegen, die auch nicht so ganz ohne Überwindung und nur mit viel Kraft sowie Ausdauer zu absolvieren sind.

Dies taten wir ordentlich, sodass an diesem Tag beachtliche 25 km Wegstrecke zusammen kamen und dazu über 800 Höhenmeter ebenfalls zu Buche standen.

Dass wir am Ende des Tages glücklich, aber erschöpft zum Abendbrot schlürften, kann sicher jeder gut verstehen.
Einige der erlebten Eindrücke sollen dem Leser die nun folgenden Bilder vermitteln.

Ich wünsche viel Spaß,
Euer Mayk!

PS: Für die Aufnahmen wurden eine Nikon D 7200, eine Nikon Coolpix 520 und ein iPhone 7 eingesetzt.

Wehmut-Tropfen !: Aus der Höhe konnten wir die unglaublichen Ausmaße der Waldschäden, die der Borkenkäfer anrichtet, deutlich wahrnehmen.

Bild 1 – Ein Sporn ragt in die Höhe.
Bild 2 – Unzählige solcher Treppen und Leitern kann der Wanderer erklimmen. Ein echter Genuss, aber nicht immer jedermanns Sache.
Bild 3 – Ist man oben angelangt, entschädigt die herrliche Aussicht.
Bild 4 – Dafür lohnt sich die Mühe!
Bild 5 – Blick von der Breiten Kluft.
Bild 6 – Diese Gipfel sind sehr markant. Im Vordergrund der Falkenstein, im Hintergrund ragt der Lilienstein empor.
Bild 7 – Die Hohe Liebe als bekannter Aussichtspunkt ist fast erreicht, da stolpert man über dieses Kupferbuch. In ihm wird der verunglückten sächsischen Bergsteiger gedacht.
Bild 8 – Denkmal auf der Hohe Liebe. Alljährlich trifft man sich hier oben, um den Opfern zu gedenken.
Bild 9 – Diesen Blick erfährt man, wenn man von Häntzschel- und Zwillingsstiege zur Wilden Hölle wandert. Es ist leicht zu erahnen, dass die Aufstiege durch die zwei Stiege nicht ohne sind.
Bild 10 – Blick von einem der vielen Möglichkeiten aus, die sich dem Besucher bieten.
Bild 11 – Das hier ist die Schrammsteinaussicht, eine der höchsten Erhebungen dort. Rundum freie Sicht weit hinaus bis sonst wo hin.
Bild 12 – Ich beneide die Könner, die solche Berge besteigen können. Bei genauer Betrachtung des Fotos erkennt man das Gipfelbuch.
Bild 13 – Blick auf die Elbe
Bild 14 – Detail am Einstieg zur Häntzschel-Stiege- begeisterte Wanderer haben wohl die Steinmännchen errichtet.
Bild 15 – An Blicke in die unbekannte Tiefe muss man sich zunächst gewöhnen!
Bild 16 – Panoramablick von der Breiten Kluft
(Zum Vergrößern das Bild 16 anklicken!)
Bild 17 – Aufstieg über einen der vielen Stiege
Bild 18 – Genuss der Aussicht von der Hohen Liebe
Bild 19 – Anmarsch zur Häntzschel- und Zwillingsstiege
Bild 20 – Die Schrammsteine sind ein einzigartiges Hoch-und-Runter-Erlebnis
Bild 21 – Panoramablick von der Schrammsteinaussicht
(Zum Vergrößern das Bild 21 anklicken!)
Bild 22 – Am höchsten Punkt angelangt – die Schrammsteinaussicht